Betrugsskandal im Iran

Konzernchef hingerichtet

Im Rahmen von Ermittlungen um einen milliardenschweren Bankenbetrug ist ein schwerreicher Geschäftsmann im Iran hingerichtet worden. Nach Angaben des staatlichen Fernsehen und der amtlichen Nachrichtenagentur Irna wurde Mahafarid Amir Chosrawi, auch bekannt als Amir Mansur Aria, im berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran gehängt.

Im Rahmen von Ermittlungen um einen milliardenschweren Bankenbetrug ist ein schwerreicher Geschäftsmann im Iran hingerichtet worden. Nach Angaben des staatlichen Fernsehen und der amtlichen Nachrichtenagentur Irna wurde Mahafarid Amir Chosrawi, auch bekannt als Amir Mansur Aria, im berüchtigten Ewin-Gefängnis in Teheran gehängt.

Chosrawi soll im Zentrum eines riesigen Betrugsskandals gestanden haben, bei dem mit gefälschten Dokumenten Kredite bei einer der größten Banken des Irans erschwindelt wurden. Mit den Geldern hätten die Täter Vermögenswerte aufgekauft, darunter wichtige Staatskonzerne. Der Betrug hatte einen Umfang von umgerechnet 1,9 Milliarden Euro. Chosrawi besaß mehr als 35 Unternehmen vom Mineralwasserhersteller, über einen Fußballclub bis zum Fleischimporteur.

Skandal mit politischer Dimension

Im Zusammenhang mit dem Skandal wurden mehr als 30 Menschen festgenommen. Mindestens drei weitere von ihnen sollen laut Medienberichten ebenfalls zum Tode verurteilt worden sein. Zwei erhielten lebenslange Strafen und der Rest 25 Jahre Haft. Einer der Hauptverdächtigen floh nach Kanada, die iranische Justiz erließ einen Haftbefehl.

Der Skandal erreichte auch eine politische Dimension, als Vorwürfe auftauchten, Mitarbeiter der Regierung unter dem damaligen Präsidenten Mahmud Ahmadinedschad seien darin verwickelt. Ahmadinedschad hatte den Kampf gegen Korruption zu einer seiner wichtigsten Prioritäten erhoben und die Vorwürfe als Schmierenkampagne zurückgewiesen. Auch der neue Präsident Hassan Rohani will die Korruption bekämpfen.

tagesschaud.de Stand: 24.05.2014 15:39 Uhr