Erfolgreiche Verhandlungen: Uno-Atomaufsicht und Iran vereinbaren weiteres Treffen

 

Zwei Jahre herrschte Stillstand, jetzt kommt Bewegung in die Verhandlungen zwischen der Uno-Atomaufsicht und Iran. Beide Seiten sprachen in einer gemeinsamen Erklärung von "sehr konstruktiven" Gesprächen. Schon in zwei Wochen soll in Teheran weiter beraten werden. 

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Irans Botschafter Nadschafi, IAEA-Vize Varjoranta: "Neues Kapitel der Kooperation"

Wien - Die Uno-Atomaufsicht IAEA und Iran haben sich bei ihren zweitägigen Gesprächen angenähert und ein weiteres Treffen im November vereinbart. Nach zwei Jahren Stillstand wollen beide Seiten bereits in zwei Wochen erneut über die Inspektion von Nuklearanlagen beraten, diese Verhandlungsrunde soll am 11. November in Teheran stattfinden.

 

Die Annäherung des islamischen Landes an die internationale Gemeinschaft verdeutlichte eine gemeinsame Erklärung von IAEA und Iran - gemeinsam traten der stellvertretende IAEA-Direktor Tero Varjoranta und Irans Botschafter Resa Nadschafi vor die Presse. Seit dem Amtsantritt von Präsident Hassan Rohani im Sommer fährt Iraneine Entspannungspolitik.

In Wien habe Iran laut Varjoranta einen "konstruktiven Beitrag" zu der geforderten Besichtigung von iranischen Atomanlagen angeboten, die im Zusammenhang mit angeblichen Atomwaffenprojekten stehen sollen. Das zweitägige Treffen sei "sehr konstruktiv" gewesen. Für Iran konnte bei den Gesprächen ein "neues Kapitel der Kooperation" aufgeschlagen werden, sagte Nadschafi.

Der positive Ton stand im Gegensatz zu früheren Erklärungen, die stets separat abgegeben worden waren. Unklar blieb, ob sich beide Seiten auf die Inspektion bestimmter Anlagen wie dem Militärstützpunkt Parchin südöstlich von Teheran verständigen konnten.

Die Staatengemeinschaft befürchtet, dass Iran an einer Atombombe arbeitet. Die Regierung in Teheran hat dies stets zurückgewiesen. In dem seit Jahren schwelenden Konflikt haben die Uno-Vetomächte und Deutschland mit Iran eine weitere Verhandlungsrunde für den 7. und 8. November in Genf vereinbart.

spiegel online-max/Reuters/dpa