Lesung mit Parastou Forouhar in Aachen

Lesung mit Parastou Forouhar am 25. Oktober um 19:30 Uhr im Martin Luther Haus in Aachen.

Die iranische Fotografie-, Installations- und Multimediakünstlerin ist 1962 in Teheran geboren und wohnt und arbeitet seit 1991 in Frankfurt. Ihre Kunst ist eine Reaktion auf die dramatischen sozialen und politischen Änderungen, die sie nach der Revolution 1979 im Iran erlebt hat.

 

Der politisch motivierte Mord an ihrer Eltern hat den größten Einfluss auf Ihre Kunst. Ihre Eltern, Dariush und Parvaneh Forouhar, zwei führende oppositionelle Politiker, waren die ersten Opfer einer Reihe politischer Morde im Herbst 1998 in Teheran.

 

Lesung mit Parastou ForouharDas Buch „Das Land, in dem Meine Eltern umgebracht wurden: Liebeserklärung an den Iran“ berichtet von Parastou Forouhars Reisen in den Iran in den letzten fünfzehn Jahren. Es berichtet von der Repression, die auf alten und immer wieder neuen Schicksalen lastet. Es berichtet von der Tapferkeit und Resignation in den Menschen, die sie kennt. Sie schreibt über die Trauer ihres Bruders, über ihre Großmutter, die ihren gütigen Gott verloren hat und über den Trost, den die Taxifahrer ihr gespendet haben, wenn sie zum Gericht gefahren ist. Sie erzählt von ihrem Elternhaus, das erfüllt ist von der Wärme der Erinnerung an ihre Eltern und das gleichzeitig über die Tragödie ihres Todes Wache hält.

 

Politische Verbrechen hinterlassen nicht nur Spuren der Verletzung sondern auch eine Aufgabe und eine Verantwortung, die getragen werden muss, bis sie als solche benannt und lückenlos aufgeklärt sind.

 

In diesem Sinne hoffen wir, dass das Buch viele Leser findet und laden zu einem Abend mit Parastou Forouhar und ihren Erzählungen ein.

 

Im Anschluss an die Lesung findet ein Gespräch mit der Autorin statt.